Schuleingangsphase - Was ist das?

 

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Laut §5 des Schulgesetzes umfasst die Schuleingangsphase die Klassenstufen 1 und 2. Die Kinder können entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer Vorkenntnisse diese beiden Schuljahre auf ein Jahr verkürzen bzw. auf drei Jahre verlängern. Dabei richtet sich die dreijährige Verweildauer an die Kinder, die etwas langsamer voran kommen bzw. die viele Übungsphasen zur Verinnerlichung des Wissens benötigen.

Der erste Versetzungsentscheid erfolgt am Ende der Schuleingangsphase in die Klasse 3. Dabei ist von Vorteil, dass diese Kinder nicht ihre Lehrer und Mitschüler wechseln müssen sondern im gewohnten Umfeld verbleiben und entsprechend gefördert werden können. Dies wiederum kann am Besten in der Jahrgangsmischung umgesetzt werden.

Die betreffenden Schüler erhalten gezielte und ihrem Niveau entsprechende Aufgaben, die ihre Wissenslücken schließen bzw. eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Abschluss der Schuleingangsphase bilden. Der Lehrer kennt seine Kinder über einen längeren Zeitraum, kann gezielt beobachten und diagnostizieren und eine entsprechende Förderung durchführen.

Jahrgangsmischung bedeutet allgemein:

Die Kinder der 1. und 2. Klasse bearbeiten gemeinsam entsprechende Themen des Heimat- und Sachkundeunterrichts auf unterschiedlichem Niveau. Sie besprechen sich, tauschen sich aus und präsentieren ihr gemeinsames Ergebnis. Vorab finden Partner- und Gruppengespräche statt, bei denen alle Kinder ihr Wissen einbringen und erweitern können. Die Aufgaben werden so verteilt, dass jedes Kind entsprechend seines Niveaus zum Erfolg und zum gemeinsamen Ergebnis gelangt.

Dann kann es wiederum auch Stunden geben, in denen die Schüler durch das Mehrpädagogensystem unterrichtet werden. Dies hat zum Vorteil, dass sich die Lehrer intensiv um jedes einzelne Kind kümmern können und die Schüler entsprechend ihres Leistungsvermögens selbstständig im Stoff vorankommen, d.h. jedes Kind bestimmt sein Lerntempo selbst.

Autor: C. Weidhase