Daten aus ihrem Leben

1907 Am 14. November wird Astrid Anna Emilia Ericsson auf Næs bei Vimmerby im schwedischen Småland als Kind des Pfarrhofpächters Samuel August Ericsson und seiner Frau  Hanna geboren. Sie hat einen älteren Bruder und zwei jüngere Schwestern.
1914 Astrid Ericsson kommt in die Schule und schreibt dort auffallend gute Aufsätze.
1924 Nach dem Schulabschluss lernt sie bei einer Zeitung in Vimmerby
1926 Ausbildung als Sekretärin in Stockholm, Geburt des Sohnes Lars
1931 Astrid Ericsson heiratet Sture Lindgren
1934 Geburt Astrids zweites Kindes, Tochter Karin
1941 Familie Lindgren zieht in die Wohnung in der Dalagata in Stockholm, in der Astrid Lindgren bis zu ihrem Tod wohnt.
1944 Astrid Lindgren schreibt die Geschichte von Pippi Langstrumpf als Geburtstagsgeschenk für ihre Tochter auf. Sie schickt das Manuskript an einen Verlag, der es jedoch ablehnt. Im selben Jahr gewinnt Astrid Lindgren mit einem Mädchenbuch den zweiten Preis in einem Wettbewerb des Verlages Raben & Sjögren.
1946 Astrid Lindgren erhält den geteilten ersten Preis im Wettbewerb des Verlages Raben & Sjögren für „Meisterdetektiv Blomquist“ in der Kategorie Jugendkrimis.
1947 In Schweden erscheint der erste Band der „Kinder aus Bullerbü“.
1949 Der Hamburger Verleger Friedrich Oetinger lernt in Stockholm Astrid Lindgren kennen und im Herbst erscheint die deutsche Erstausgabe von "Pippi Langstrumpf".
1952 Tod des Ehemannes Sture Lindgren
1954 In Schweden erscheint „Mio, mein Mio“, ein Jahr später der erste Band von "Karlsson"
1958 Astrid Lindgren wird für „Rasmus und der Landstreicher“ und das Gesamtwerk ausgezeichnet.
1960 In Schweden erscheint „Madita“.
1963 In Schweden erscheint der erste Band von Michel, ein Jahr später „Ferien auf Saltkrokan“.
1965 Astrid Lindgren erhält den Schwedischen Staatspreis für Literatur für ihr Gesamtwerk. Sie kauft ihr Geburtshaus in Næs
1966 In Berlin-Spandau wird die erste Schule in Deutschland nach Astrid Lindgren benannt. Heute tragen 145 Schulen ihren Namen.
1973 Astrid Lindgren wird zum Dr. phil. honoris causa der Universität Linköping ernannt. Ihr Buch „Die Brüder Löwenherz“ erscheint in Schweden und Deutschland.
1976 Astrid Lindgren schreibt das Steuermärchen „Pomperipossa in Monismanien“. Dies führt zum Regierungswechsel.
1978 Astrid Lindgren erhält als erster Kinderbuchautor den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu diesem Anlass hält sie die viel beachtete Rede „Niemals Gewalt“. Sie wird zum Ehrendoktor der Universität Leicester ernannt.
1981 In Schweden erscheint „Ronja Räubertochter.
1983 Am 21. Juni wird das erste Urenkelkind Matilda geboren (Tochter von Mats).
1984 In Kiel/Mettenhof wird die erste Straße in Deutschland nach Astrid Lindgren benannt.
1985 bis 1989 Astrid Lindgren setzt sich zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund für den Tierschutz ein und streitet sich heftig mit den Ministern und wichtigen Vertretern aus der Landwirtschaft. Sie fordert die Abschaffung der katastrophalen Missstände in der Massentierhaltung und löst damit in Schweden Diskussionen über den Tierschutz aus.
1986 Tod des Sohnes Lars und ihres deutschen Verlegers Friedrich Oetinger. Verleihung des Selma-Lagerlöf-Literaturpreises. Astrid Lindgren gründet mit ihrem Preisgeld die Stiftung „Solkatten“ (Sonnenkatze) für behinderte Kinder.
1987 Gold-Medaille des Schwedischen Tierschutzvereins und als erster Autorin der Leo-Tolstoi-Preis verliehen, und es gab in Deutschland 36 Astrid-Lindgren-Schulen.
1988 Astrid Lindgrens hartnäckiger Kampf gegen Käfighaltung und Massenställe hat Erfolg: Durch ihr Einwirken tritt in Schweden ein neues, verbessertes Tierschutzgesetz in Kraft.
1989 Astrid Lindgren weiht am 1. Juli den Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“ in Vimmerby ein.
1990 Zur Unterstützung der Verbesserungen an den Tierschutzgesetzen erscheint in Schweden das Buch „Meine Kuh will auch Spaß haben“, das Astrid Lindgren zusammen mit Kristina Forslund geschrieben hat.
1991 Erweiterung des Freizeitparks mit der naturgetreuen Nachbildung des Stadtkerns von Vimmerby, wie er 1927 ausgesehen hat.
1992 Astrid Lindgren wird am 14. Nov 85 Jahre alt. In Schweden und Deutschland erscheint zu diesem Anlass eine Neuauflage des Buches „Die Kinder aus der Krachmacherstraße“ mit neuen, farbigen Bildern von Ilon Wikland.
1994 Die Stiftung „Right Livelihood Award“ (Stiftung für richtiges Leben) vergibt ihren Preis, der auch als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt ist, an Astrid Lindgren.
1996 In Schweden erscheint eine Briefmarke mit Astrid Lindgrens Porträt.
1997 Astrid Lindgren sagt im Interview, jetzt wolle sie sich vom Schreiben ausruhen. Sie feiert ihren 90. Geburtstag. In einer Umfrage der Zeitschrift Expressen wird sie zur "Schwedin des Jahres in der Welt" gewählt.
1999 In einer Umfrage der Tageszeitung Aftonbladet wird sie zur beliebtesten Schwedin des Jahrhunderts gewählt.
2002 Am 28. Januar stirbt Astrid Lindgren, fast blind und taub, im Alter von 94 Jahren. Am 8. März stehen in Stockholm Tausende von Menschen an den Straßen und nehmen Abschied von Astrid Lindgren, als ihr Sarg auf einem von Pferden gezogenen Wagen gefahren wird. An der Trauerfeier nimmt unter anderen das schwedische Königspaar teil.