Festwoche zum Schuljubiläum

von F. Noeske

Schule früher - Schule heute

Die Schule in Gera Langenberg wurde am 9. April 1888 eingeweiht. Anlässlich des 130-jährigen Geburtstages gab es an der Schule eine Festwoche zum Thema „Schule früher – Schule heute“.

So lernten die Kinder im Projektunterricht das Leben von früher kennen. Schwerpunkt war dabei das Schulleben. Besonders spannend für die Schüler waren die Regeln, an welche sich (Ur)oma und -opa halten mussten und welche Strafen es gab, wenn man dies nicht tat.

Die Kinder erfuhren auch von der Ausstattung der Klassenräume und des Schulranzens (Butte). Viel Freude bereitete es, auf Schiefertafeln zu schreiben, sowie die Sütterlinschrift zu probieren.

In einem Quiz, welches der Heimatverein Langenberg entwickelt hatte, konnten die Kinder ihr erworbenes Wissen zum Thema unter Beweis stellen.

In diesem Zusammenhang erfuhr man auch, warum das heutige Schulgebäude etwas unterteilt aussieht. Denn es gab vier Bauabschnitte. Bereits 1894 musste aufgrund der gestiegenen Schülerzahl angebaut werden. Damals besuchten 700 Schüler die sechs Klassenstufen. Auch dies reichte nach einigen Jahren für die Schüler der 1.- 10. Klasse nicht aus.

Seit 1991 lernen nur noch Grundschüler in diesem Gebäude. Seit 1.6.1996 heißt die Schule „Astrid-Lindgren-Grundschule“. Von 2009-2013 erfolgte ein weiterer Anbau. Heute gehen 230 Kinder in Langenberg zur Schule.

In der Projektwoche setzten sich die Schüler auch sehr praktisch mit dem Thema „früher und heute“ auseinander. So lernten sie verschiedene Handwerksberufe kennen und probierten diese selbst aus.

Die Klassen 3/4 konnten im BTZ-Aga bei Zimmermannsmeister Herrn Glöckner mit Holz arbeiten. Jeder stellte einen Soma-Würfel, ein Frühstücksbrettchen und eine Windmühle her. Besonders viel Freude bereitete es dann, mit dem Soma-Würfel im Mathematikunterricht verschiedene Figuren zu bauen.

Bei Frau Heinrich aus der Korbflechterei Hohenölsen konnten die Kinder mit Weiden flechten. So entstanden sehr schöne Herzen.

Frau Göpel aus der Töpferei in Seifartsdorf töpferte mit allen Schülern einen Becher aus Ton.

Herr Bobe aus Niederfrohna bei Chemnitz erklärte wie man früher Papier herstellte. Er zeigte auch, wie man selbst Papier herstellen kann. Dies probierten die Kinder gleich aus und schöpften ihr eigenes Papier.

Einen ganz besonderen Tag im Wald hatten die Jungs der ersten und zweiten Klasse. Gemeinsam mit dem Heimatverein und vielen Vatis und Muttis bauten sie Buden im Langenberger Wald.

Getrennt nach den Geschlechtern, wie es auch früher war, lernten die Mädchen der 1. und 2. Klasse in der Zeit einen Tanz von früher. Diesen zeigten sie dann zum Schulfest und hatten sichtlich Freude dabei.

Das Schulfest am Freitag bildete den krönenden Abschluss dieser Festwoche.

Gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern spielten die Kinder Spiele von früher, wie beispielsweise das Pfennigspiel, Topfschlagen oder Stadt- Land-Fluss.

Besonders beliebt war es auch, selbst ein Steckenpferd zu basteln.

Für das leibliche Wohl sorgten die Eltern im Eltern-Café, Frau Philipp mit Zuckerwatte und Fleischerei Franke aus Langenberg.

Diese Festwoche fanden alle Beteiligten super und sie wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein GROßES DANKESCHÖN

  • an alle Eltern und Großeltern
  • an den Heimatverein Gera Langenberg
  • an Frau Heinrich (Korbflechterei)
  • an Frau Göpel (Töpferei)
  • an Herrn Bobe (Peters Bastelfix)
  • an Herrn Glöckner (BTZ-Aga)
  • an alle Sponsoren, die uns mit Preisen für die Tombola unterstützt haben
  • an den Förderverein der „Astrid-Lindgren-Grundschule Gera“

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